Eigenarten
ɪ⠀Männer: 1,60m - 1,80m / Frauen: 1,50m - 1,70m
ɪ⠀Ebenmäßig weiße oder hellgraue Haut
ɪ⠀Das Spektrum heller Augenfarben reicht von Blassbraun über Nebelgrau, Hellblau, Mintgrün bis hin zu sehr hellem Flieder – selten Weiß mit hellgrauem Irisring
ɪ⠀Weißes, silbergraues oder steingraues Haar. Überaus selten ein glänzendes Platinblond, ein bleicher Kupferton oder ein Violett-Stich - manchmal von weißen Strähnen durchzogen
ɪ⠀Übergewicht existiert in der issírischen Gesellschaft Mizzálls nicht
Die zwei Aspekte
Die Issír verfügen über einen wissenden und einen unwissenden Aspekt. Tragen sie ihre Masken, gelten sie unter Ihresgleichen als Wissende. Durch ihr Wissen erlangen sie einzigartige Fähigkeiten, doch opfern dafür einen Teil ihrer Selbst. Wann immer sie ihre Masken ablegen müssen, werden sie zu Unwissenden: Ihr Bewusstsein trennt sich von allem Wissen und allen Erinnerungen, die sie beim Tragen der Maske besaßen. Setzen sie ihre Masken wieder auf, gilt dies jedoch auch für ihren wissenden Aspekt. Er weiß nichts von der Zeit, die er ohne seine Maske im Unwissen verlebt hat.
Nicht nur die Issír selbst sind in sich uneins. Auch von ihrer Gesellschaft hat sich ein Splitter abgespalten, der ihnen immer stärker unter die Haut geht. Die zermonischen Issír, die wie spiegelverkehrt erscheinen, üben sich in Rebellion gegen die mächtigen Strukturen ihrer einstigen Heimat Mizzáll. Ein Vertrauensbruch, den die mizzállischen Issír nicht zu vergeben bereit sind. Aus Sicht aller übrigen Völker zeigen sich die Unterschiede der beiden Issír-Varianten wie Tag und Nacht. Gleich ist ihnen nur, dass diejenigen, die sich mit ihnen einlassen, früher oder später den Kürzeren ziehen. Kaum jemand ahnt, dass eben jener Überlegenheit eine unterdrückte Schwäche zugrunde liegt.
Kristallines Denken ᚼ Mizzáll
Die Intelligenz mizzállischer Issír ist berüchtigt. Ihr blitzschnelles Denken macht sie nicht nur zu kaltblütigen Taktikern, sondern auch zu flink agierenden Kämpfern. Es heißt, sie wüssten immer, wo andere Issír sich aufhalten, wenn sie zusammen reisen. Man hört sie behaupten, sie hätten es schlichtweg geschlussfolgert... und man glaubt es ihnen. Auch ein exaktes Gedächtnis ist den Weißmaskierten vergönnt. Ungenaue Wiedergaben von Ereignissen entgehen niemals ihrer Wachsamkeit. Mehr als das, scheint es manchmal, als könnten sie geradewegs die Gedanken anderer lesen. Obwohl mizzállische Issír gelegentlich lächeln oder andere Mimiken zeigen, wird man als Betrachter nie so ganz den Eindruck los, dass sie etwas zu verbergen haben. Trotz ihrer präzisen Art wirken sie auf mysteriöse Weise... unehrlich.
Affektives Gespür ᛄ Zermon
Eine schwarze Halbmaske und ein mitreißender Witz: Lacht da wirklich ein issírischer Possenreißer oder hat der sich nur verkleidet? Die 'falschen' Issír, die erst seit Kurzem in Zermon anzutreffen sind, sorgen immer wieder für ratlose Gesichter. Doch niemand argwöhnt lange, denn im Gespräch wissen zermonische Issír stets von sich zu überzeugen. Sie scheinen einfach exakt zu wissen, wie sie reagieren und wie sie ihre Worte betonen müssen. Selbst, wenn jemand gar nichts sagt, gelingt es ihnen, den Grund dahinter zu ergründen. Manchmal erklären sie sogar die Beweggründe anderer, die sich nicht einmal in ihrer Sichtlinie befinden... als würden sie wie durch Zauberhand spüren, was mit anderen vor sich geht. Müsste sie das nicht zu den rücksichtsvollsten Wesen Thans machen? Was soll das? Warum lacht der Schwarzmaskierte so laut über meine Frage?
Gespiegelte Sinne
Kommen sich entweder mizzállische oder zermonische Masken nah genug, entsteht eine Verbindung zwischen ihnen, wodurch ihre Träger in geistigen Austausch treten. Die Gedanken der anderen Seite werden wahrgenommen (ᚼ) oder deren Gefühle nachempfunden (ᛄ). Bis zu drei Issír können sich über eine begrenzte Strecke miteinander verbinden. Je mehr Masken, desto größer die Reichweite. Nicht nur untereinander gelingt diese Verbindung. Die Issír nutzen diese Gabe, um auch andere Wesen zu lenken, die das Pech haben, unwissend in ihren mysteriösen Einfluss zu geraten.
Getrübte Erkenntnis
In unwirtlichem Klima leiden sowohl das Kristalline Denken als auch das Analytische Gespür der Issír. Ihr Wissen wirkt gemindert, ihre Worte klingen träge und ihre Rückschlüsse erscheinen wie benebelt. Eine Erfrierung oder ein Sonnenstich bergen das Risiko, dass ihnen die Maske zuletzt sogar vom Gesicht fällt, was ihren unwissenden Aspekt auf den Plan ruft. Gelangen Issír nicht in besser temperierte Gefilde, wird es dem unwissenden Issír nicht gelingen, die Maske wieder aufzusetzen - egal, wie sehr er sich bemüht, zum Wissen zurückzukehren. Gleichwohl könnte es aber auch im Sinne des Unwissenden gewesen sein, eben solch eine Situation zu orchestrieren. Denn was der Wissende nicht weiß...
Schmerzhafte Trennung
Mitunter geschieht es, dass ein Issír gegen seinen Willen die Verbindung zu seiner Maske verliert. Jegliches Entfernen der Maske, ob erzwungen oder gewollt, versetzt einen mizzállischen Issír augenblicklich in seinen unwissenden Aspekt. Schwindel, Kopfschmerz und Desorientierung sind übliche Symptome einer abrupten Trennung. Auch zermonische Issír empfinden die Trennung als Schock, auch wenn ihre Irritation sich nicht durch körperliche Symptome zeigt. Das Einwirken psychotroper Substanzen führt bei mizzállischen Issír zur Loslösung ihrer Maske. Auch das Einwirken wilden Amras kann ausschlaggebend für das erzwungene Ablegen der Maske sein - und diese infolgedessen sogar unbrauchbar machen. Nur durch das Tragen einer unbeschädigten Maske kann ein Issír abermals zu seinen Fähigkeiten gelangen. Besser, ein mizzállischer Wissender hat für solch einen Fall die nötigen Anweisungen für seinen unwissenden Aspekt notiert. Einem zermonischen Issír sei gewünscht, nicht auf das Mitgefühl seiner Magister-'Freunde' in Zermon angewiesen zu sein, um wieder Teil des ersehnten Wissens zu werden.