Übersicht
In und rund um Raakai herrscht industrieller Schaffensgeist. In unzähligen Retortenöfen werden Kohle, Teer und Koks gewonnen, die in großen Mengen ins Umland und nach Äonnh exportiert werden. Die baronnhschen Mühlen mahlen unaufhörlich Mergelmehl, das auf großen Karren transportiert wird, um überall in der Stadt in den schwarze Backstuben zu Mergel verbacken zu werden. Nicht wenige Reisende rümpfen die Nase, wenn sie nach Raakai gelangen. In der südlichsten Freistadt ist die Luft meist dick, der Umgangston rau und die Gemütslage erhitzt. Eine explosive Mischung aus Äos und Gjad sorgt dafür, dass der Schmelztiegel oftmals eher einem Pulverfass gleicht. So impulsiv man sich reizt, so energisch ist aber auch die Zusammenarbeit, denn wo das Feuer Raakais kraftvoll brennt, da werden Gold und Baalit in Massen verdient.
Aus dem nördlichen Gebirge strömt der mächtige Alladim in die Stadt, dessen Strömung unaufhörlich neues Holz und üppige Erzladungen nach Raakai befördert. Was auch immer an Rohmaterial geliefert wird, kann hier zu etwas Hochwertigem geformt oder zu edlem Metall verhüttet werden. Einzig veredeltes Baalit wird im Schmelztiegel nicht produziert, denn das erforderliche Rezept ist allein den Schmelzern Bagrabaals bekannt. Ein Geheimnis, dem man in Raakai nur allzu gern auf die Schliche kommen würde.
Schon seit geraumer Weile hat die Freistadt mithilfe einiger xaraxanischer Baumeister an einem Luftschiffhafen gearbeitet, der vor wenigen Zyklen offiziell eröffnet wurde und die Stadt über eine nordwestliche Flugroute mit Ohejir verbindet, wo sich der einzige weitere Luftschiffhafen befindet.
Der Hafen Raakais gilt als der berüchtigste Thans. Dadurch, dass die Küstengewässer selbst nicht zu Baronnh gehören, schippern zahllose Piratenschiffe im Angesicht der Freistadt. Die gewaltigen Katapulte hoch auf den Kaimauern hätten wohl leichtes Spiel, sie auf Abstand zu halten, doch Raakai sieht sich nicht in der Pflicht, der Plage der See Herr zu werden. Immerhin ist es sehr viel lohnender, das wilde Pack in einem Waffenstillstand zu halten. So darf man im Hafen gespannt auf alles sein, was die Frachträume unter schwarzer Flagge zu bieten haben.