Übersicht
Als würde eine unsichtbare Macht sie leiten, zieht es Grame allerorten in den äußersten Nordosten Zo'Ungorus. Der Zufluchtsort, der sie dort erwartet, nennt sich Merudt und verspricht, eine Antwort auf alle ihre Sehnsüchte zu sein. Vor den Anfängen der dracischer Herrschaft war Merudt eine trotzige Hochburg der Gjad. Dieser Tage ist die Steinerne über unzählige Zyklen hinweg zu einem Schatten ihrer früheren Pracht verkommen, was ihre ungleichen Bewohner jedoch nicht davon abhält, der Ruine neues Leben einzuhauchen.
All dies geschieht sehr zum Missfallen der Yi'Zari, die den wachsenden Zustrom an Gramen mit allen Mitteln zu verhindern versuchen. Da Grame nicht als Personen gelten, sondern als unberechenbare Ausgeburten des Wandels, kann kein Emblem sie vor der Willkür des Geistervolks bewahren.
Merudt, die Steinerne, fällt immer wieder yi'zarischen Anschlägen zum Opfer, die darauf abzielen, die Ruine endgültig unbewohnbar zu machen. Die ruchlosen Intrigen der Yi'Zari drohen, den empfindlichen Zusammenhalt zu zerstören, den man in Merudt mit aller Macht zu bewahren versucht.
Als wäre das nicht genug, sehen sich die noch immer vernunftbegabten Grame mit der Herausforderung konfrontiert, nicht alle Geschöpfe des Wandels, die zu ihnen strömen, in ihre wachsende Gemeinschaft integrieren zu können. Wenn auch widerwillig, greifen sie den Begriff 'Mahrgrame' auf, um damit Ihresgleichen zu bezeichnen, deren Verstand zu sehr von der Verwandlung zersetzt wurde. Restlos entstellte Mahrgrame, unfähig zur Vernunft und eindeutig gemeingefährlich, werden ins Umland der Steinernen zurückgetrieben. Von dort zieht es jene weiter nach Osten, hinein in die pheretianischen Lande, wo das sylphische Militär mit kompromissloser Härte gegen die unerwünschten Eindringlinge vorgeht.
Rückhalt erhalten die Grame von unerwarteter Seite: Die Issír haben offiziell ihre Absicht erklärt, Merudt als Freistadt anzuerkennen, sofern sich ein weiteres Volk zur Schirmherrschaft bereiterklärt. Zuverlässig kreuzen einige Schiffe des stillen Volkes im Grenzgewässer vor der Küste. Inzwischen lassen sich sogar regelmäßig maskierte Abgesandte dabei beobachten, wie sie sich notleidender Bewohner in selbstloser Manier annehmen. Eine Hilfsbereitschaft, die Gramen des Öfteren begegnet, wenn issírische Reisende ihren Weg kreuzen. Nicht selten führt dies dazu, dass Grame sich entscheiden, die Issír auf ihrem weiteren Weg zu begleiten und ihnen schließlich bis nach Mizzáll zu folgen. Auch in Merudt bilden sich immer wieder Gruppen, die dafür plädieren, die Steinerne erneut dem Verfall zu überlassen, um im noch höheren Norden eine neue Heimat zu finden.