Amra
Allgemein
Wertvoller als Gold ist Baalit zum begehrtesten Edelmetall avanchiert. Sein Ursprung ist in Äonnh zu finden, wo es seit Anbeginn der Zeit in heißen Schichten unter dem unwirtlichen Land glüht. Kein Hauch von Amra kann die machtvolle Aura durchdringen, die das Erz auf diese Weise ausstrahlt und ganz Äonnh zu einer Region macht, in der keine amrische Strömung fließt, kein Funke in der Luft schimmert und kein noch so starker Zauber wirkt. Nur das Volk der Äos ist widerstandsfähig genug, den kostbaren Rohstoff zu fördern und zu verarbeiten.

Eigenschaften
Die Farbe von Baalit-Erz gleicht dem gräulichen Blau des Meeres an einem leicht verhangenen Tag. Wird das rohe Erz erhitzt, nimmt es eine bläulichere Farbe an und strahlt eine Aura aus, die neutralisierend auf Amra wirkt. Je heißer es wird, desto größer wird der Radius dieser schützenden Aura.

Als geschmiedetes Edelmetall ist Baalit sowohl hart als auch verblüffend leicht, was es zum idealen, wenn auch enorm kostspieligen, Material für Rüstungen und zahlreiche Waffen macht. Das Metall schirmt seine unmittelbare Umgebung gegen Amra ab, ohne dass dazu ein Erhitzen nötig ist. Wird es erhitzt, steigert sich der amrische Schutz um ein Vielfaches.

Herstellung
Nur eingeweihte Äos kennen die geheime Formel der Baalit-Veredelung und sie hüten sie gewissenhaft. Aufgrund des hohen Schmelzpunktes von Baalit wird vermutet, dass es ungeheure Hitze erfordert, das begehrte Edelmetall zu gewinnen. Jeglicher Versuch der übrigen Völker, das Metall selbst herzustellen, schlug bislang fehl. Rohes Baalit-Erz dauerhaft in glühendem Zustand zu halten, um von der erzeugten Aura zu profitieren, ist allerdings keine nachhaltige Lösung - verschlingt die starke Befeuerung doch bei Weitem zu viele Rohstoffe.

Verwendung
Baalitene Taler gelten als anerkannte Währung bei allen Völkern. Ein solcher Obool ist fünfmal so wertvoll wie eine Goldmünze und wird von Händlern bevorzugt akzeptiert. Es wird angenommen, dass der Wert von Oboolen weiterhin steigen wird, solange Amras Wandel andauert.

Vom hohen Norden Mizzáll bis ins südliche Baronnh wird Baalit von Gemeinden genutzt, um sich gegen wildes Amra abzuschirmen. Um eine ausreichende Menge zu erhalten, werden selbst große Unkosten in Kauf genommen. Mit der wachsenden Bedrohung durch Amras Wandel sehen sich vor allem kleine Gemeinschaften immer öfter dazu gezwungen, sich auf Knebelverträge mit den Äos einzulassen, um ausreichend Baalit zu erhalten: Verträge mit solch harschen Bedingungen, dass es sie mitunter geradewegs in die Sklaverei führt.

Das Volk der Äos selbst trägt das Edelmetall nicht nur zu Kleidungszwecken, sondern auch als Schmuck, was ihnen einen beständigen Schutz verleiht – besonders, wenn das Baalit von ihnen erhitzt wird. Die Sylphen haben das Edelmetall bereits früh genutzt, um ihre geflügelte Garde mit leichten, widerstandsfähigen Rüstungen auszustatten.