Anwendung & Schutz
Die Macht von Amra erlaubt eine beinahe unbegrenzte Vielfalt an Zaubern. Besonders zu dracischen Zeiten war die Kunst des amrischen Wirkens hochentwickelt. Ein gewirkter Zauber ist dabei nichts anderes als eine präzise formulierte Anweisung, die von einem Dracier ausgesprochen wird. Je mächtiger der Zauber, desto komplexer muss solche eine Formulierung ausfallen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Eine mehrdeutige Ansage oder eine zu lange Pause – und der Zauber wirkt zu früh oder entgleist. Machtvolle Zauber erfordern die Zusammenarbeit mehrerer Dracier: ein Wagnis, an dem dieser Tage nur noch besonders Mutige, Verzweifelte oder Verrückte ein Interesse zeigen.
Zu dracischen Zeiten wurden Relikte erschaffen, deren Effekte wie von selbst wirken, sofern sie von Amra umgeben sind - hierzu zählen auch die Portale, die ferne Orte des Kontinents mit Amra-Tephis, der Freistadt im Zentrum Thans, verbinden.
Doch auch Amras Macht kennt Grenzen: So kann Amra nicht die Lebenszeit eines Wesens verlängern, selbst wenn es eine Heilung oder sogar Verjüngung ermöglicht. Die Wiederbelebung eines Verstorbenen ist denkbar, sofern dessen Seele noch in Beziehung zum Körper steht, was selten länger als einen Tag der Fall ist. Reisen in der Zeit waren selbst den mächtigsten Draciern zu ihren besten Zeiten unmöglich.
Baalit dient zum Schutz vor Amra. Es stellt ein kostspieliges Material dar, aus dem Medaillons, Rüstungen oder ganze Strukturen gefertigt werden können. In Bereichen, in denen Baalit präsent ist, ist kein Zauber möglich, kein Omen deutbar und kein Auftreten wilden Amras zu befürchten – außer, ein besonders starker Amra-Sturm durchbricht diesen Schutz. Rohes Baaliterz, in einem starken Feuer zum Glühen gebracht wird, kann ein Lager absichern – das hohe Gewicht des rohen Erzes erschwert dessen Verwendung jedoch. Vor indirekter Gefahr, die durch Amra entstehen kann (Waldbrände, Giftnebel, Lawinen, etc), kann derweil selbst Baalit nicht schützen.